Korrelation heißt nicht Kausalität. Wer das verstanden hat, liest Nachrichten anders. Journalisten machen diesen Fehler so häufig, dass es eigentlich schon lustig ist. Doch erstmal zu den Begriffen.
Von Korrelation spricht man, wenn zwei Datensätze sich "ähnlich verhalten". Als Beispiel kann man die beiden Linien im folgenden Diagram nehmen. Blau und Orange korrellieren:
Kausalität ist das Prinzip von Ursache und Wirkung. Das bedeutet es gibt eine Richtung. Weil die Pizza zu lange im Ofen war ist sie verbrannt. Weil Blau steigt, steigt auch Orange im obigen Diagramm.
Es ist leicht Korrelationen zu entdecken. Häufig vermutet man dann eine Kausalität wo keine ist. Ich habe behauptet, dass Orange steigt, weil Blau steigt. Aber vielleicht ist es ja auch anders herum? Weil Orange steigt, steigt Blau. Als dritte Alternative könnte es auch noch sein, dass es etwas anderes ist und beide steigen deswegen, ohne dass es eine Verbindung zwischen Blau und Orange gibt.
Nun zu den Nachrichten. Ein Beispiel: Reichtum schützt vor Herzinfarkt. Wenn man also die Kluft zwischen Arm und Reich verkleinert, wären die Menschen gesünder ist die Interpretation.
Ein kleiner Test: Einfach mal die Aussage umdrehen. Hört sich das auch sinnvoll an? Gesündere Menschen sind reicher. Klingt nachvollziehbar, schließlich bedeutet Gesundheit Leistungsfähigkeit. Daraus würde man schließen, wenn die Leute gesünder wären, würde die Kluft zwischen Arm und Reich verkleinert. Bevor wir also Handlungsbedarf anmelden, sollten wir nochmal genauer hinsehen, in welche Richtung die Kausalität geht.
Kevin und Chantal sind schlecht in der Schule. Sind sie nun schlecht, weil sie so heißen? Oder heißen schlechter Schüler häufiger so? Meine Vermutung wäre der Einfluss eines dritten Faktors. Sozial schwache Eltern haben Kinder, die oft schlecht in der Schule sind und nennen sie häufiger Kevin oder Chantal.
Der Graph von oben sind übrigens die Google Grippe-Trends von Deutschland. Eine Linie zeigt die Zahl der gemeldeten Grippeerkrankungen, die andere Linie die Zahl entsprechender Suchanfragen. Welche Farbe was bedeutet sieht man dem Graphen aber nicht an.
"Früher glaubte ich 'Korrelation bedeutet auch Kausalität'. Dann habe ich einen Kurs in Statistik gemacht."
"Hört sich so an, als ob der Kurs geholfen hat."
"Hm, vielleicht."
Meinen logs zufolge finden einige Leute auf mein Blog, weil sie nach "wie kann man sich für etwas motivieren" oder ähnliches googeln und auf meinen alten Artikel stoßen. Hiermit kommt nun eine Ergänzung, die auch wissenschaftlich unterfüttert ist.
Kurzversion Mental Contrasting: Sie wollen sich dazu motivieren etwas zu tun:
Aussicht auf Erfolg vorausgesetzt, sind diese drei Schritte motivierender, als nur 1. oder nur 2.
Zuerst mal lässt sich sagen, dass tagträumen (also Schritt 1 oben) an sich kontraproduktiv ist. Man wird dadurch verführt sich in Fantasiewelten zu flüchten, statt in der Realität die Sache anzugehen.
Wenn man die Contrasting Methode ausprobiert, wird man einigen inneren Widerstand feststellen. Der erste Schritt ist angenehm. Der Übergang zum Zweiten fällt schwer, denn über die negative Realität nachzudenken deprimiert. Der dritte Schritt ist unangenehm, weil man Phantasie und Realität zusammenbringt. Wir wollen es lieber vermeiden, uns dieser kognitiven Dissonanz zu stellen.
Wenn man den dritten Schritt geschafft hat, ist man sich im Klaren darüber, was getan werden muss. Nun must du eine Wahl treffen: Ist das Ziel den Aufwand wert oder nicht?
Falls nicht kannst du es getrost sein lassen. Andernfalls bist du nun der Überzeugung es schaffen zu können und weißt was zu tun ist. Mit anderen Worten: Du bist motiviert.
In der Informatik wird seit gut 10 Jahren die Mehrkernkrise (multicore crisis) als Motivation für verschiedenste Lösungsansätze genannt. Dies ist ein Versuch, das Problem für Nicht-Informatiker zu verdeutlichen.
Seit Jahrzehnten verdoppelt sich die Anzahl an Transistoren auf einem Computerchip alle 18 Monate. Bis ungefähr 2001 bedeutete das, dass Rechner immer schneller wurden und damit auch die Software schneller lief. Man erinnere sich an frühere Werbeprospekte, wo Rechner mit 1GHz, 2GHz und dann 3GHz angeboten wurden. Heute wird nicht mehr die GHz-Zahl gesteigert, weil wir hier an physikalische Grenzen gestoßen sind. Stattdessen baut man einfach mehrere Rechnerkerne auf einen Prozessor. In den Werbeprospekten liest man nun von Single-Core, Dual-Core und Quad-Core. Voraussichtlich geht der Trend weiter, so dass wir irgendwann hunderte von Kernen in unseren Rechnern haben. Das Problem dabei ist, das unsere Software dadurch nicht automatisch schneller wird.
Damit Programme mehrere Kerne ausnutzen können, müssen sie nebenläufig programmiert sein und das ist schwieriger als normale sequentielle Programmierung. Die Mehrkernkrise besteht im Kern aus Milliarden Seiten von altem Code, der zwar funktioniert, der aber umgeschrieben werden muss. Dabei müssen meistens ganz neue Algorithmen verwendet oder erfunden werden.
Aber warum ist nebenläufiges Programmieren schwieriger als Sequentielles?
Als Analogie nehmen wir mal an, wir betreiben ein kleines Kino. Wir haben einen Ticketschalter und einen Angestellten names Kevin, der leider ziemlich dumm ist. Deswegen geben wir im detaillierte Anweisungen, was er zu tun hat. Kevin arbeitet diesen Algorithmus stur ab.
Schauen wir uns die Teil mit der Platzreservierung genauer an. Wenn Kevin ein Ticket verkauft, reserviert er gleich ein Platz mit. Dazu zeigt er dem Besucher welche Plätze frei sind und dieser sucht sich einen aus. Dann markiert Kevin den Platz als besetzt. Das ist ein einfacher sequentieller Algorithmus mit zwei Schritten (Auswählen und Markieren).
Nehmen wir nun an, das Geschäft blüht und sehr viel mehr Besucher wollen ins Kino. Ein Schalter und ein Angestellter reichen nicht mehr aus. Also wird Jaqueline eingestellt, die an einem zweiten Ticketschalter sitzt. Und wie stimmen sich die beiden im Bezug auf die freien Plätze ab? Naja, wenn einer einen Platz blockiert, dann sagt er das dem anderen, so dass auch dort der Platz markiert wird.
Leider kann es nun ein Problem beim Reservieren geben. Jeweils ein Besucher bei Kevin und Jaqueline bekommen im gleichen Moment die gleiche Auswahl an freien Plätzen gezeigt. Dummerweise suchen sie den gleich Platz aus. Kevin und Jaqueline drehen sich im selben Moment zueinander um und melden den Platz als vergeben. Falls die beiden schlau wären, könnte man ja einen der Besucher umbuchen. Leider kommt der Fall in unserem Algorithmus nicht vor, so dass weder Kevin noch Jaqueline einen Finger krümmen. Im Kino streiten sich die beiden Besucher um den Platz und verderben die Vorführung für den Rest der Besucher.
Wir brauchen bessere Anweisungen, die mit solchen nebenläufigen Situationen umgehen können. Ein paar Ideen:
Die dritte Idee sieht doch ganz praktikabel aus, aber ich denke es ist klar, dass das etwas komplizierter ist, als in der Zeit als Kevin alleine war.
Das war im Prinzip die Dual-Core Version. Wie steht es im Fall von hunderten von Ticketschaltern? Man denke da zum Beispiel an Plätze im Flugzeug, die ja von vielen Reisebüros und Flughafenschaltern aus reserviert werden können.
Der motivierte Leser darf darüber weiter nachdenken. Warum nebenläufige Programme komplizierter sind als Sequentielle sollte bereits deutlich geworden sein.
Niall Ferguson hielt einen interessanten Vortrag bei TED über "die große Divergenz", womit der Unterschied an Wohlstand zwischen der westlichen und der östlichen Welt gemeint ist.
Seine These besteht aus sechs Eigenschaften, die Ursache für den Erfolg der westlichen Kultur sind.
Ost- und Westdeutschland, genauso wie Nord- und Südkorea, zeigen, dass es nicht an Kultur, Geographie, etc. liegt, wie erfolgreich ein Land wirtschaftlich ist. Allein die Tatsache, dass die Marktwirtschaft abgeschafft wurde, hat für einen wirtschaftlichen Niedergang gesorgt.
Als Beispiel für die Überlegenheit der wissenschaftlichen Methode führt Ferguson an, dass Physik es erlaubt sehr viel präzisere Artillerie zu bauen. Die muslimische Welt versteift sich zu sehr auf Theologie, auf Kosten naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Vor allem Grundstückseigentum ist ein großer Unterschied zwischen Kulturen. Während beinahe jeder in den USA ein bischen Land besitzt, kann das kaum jemand in Südamerika von sich behaupten.
Eine interessenter Gedanke, den Ferguson gegen Ende seines Vortrags aufwirft, ist die Frage, ob Eigentum eine Vorrausetzung für Demokratie sein könnte. Afrika scheint in diesem Aspekt ein Problem zu haben.
Gute medizinische Versorgung sorgt für längere Lebenserwartung.
Konsum und das Streben nach Luxus ist eine notwendige Vorrausetzung für freie Marktwirtschaft. Im Gegensatz dazu haben Gandhis Bescheidheit Indiens Wirtschaft eher geschadet. Ferguson schätzt den positiven Effekt von Konsum auf die Wirtschaft höher ein als den Effekt von Innovation.
Die durchschnittliche Arbeitszeit fällt in der westlichen Welt, während gerade die Asiaten fleißig bleiben. Dieser Fleiß wirkt sich beispielsweise auf die PISA Werte der Schüler aus, wo Asien dem Westen überlegen ist. Ebenso meldet Asien zunehmend mehr Patente an die westliche Welt.
Vor wenigen Jahrzehnten war ein Einwohner der USA im Schnitt 20mal so wohlhabend wie ein Chinese. Heute ist es nur noch ein Faktor von 5 und der Trend fällt. Dass China die nächste große Weltmacht werden könnte, ist keine neue Theorie. Die Frage ist, ob die westliche Welt ihren Niedergang verhindern kann. Nach Niall Ferguson ist das möglich, indem man die sechs Eigenschaften beherzigt.
Meiner Ansicht nach scheint es sich auf nur drei Punkte zu verdichten:
Ich stimme mit Ferguson überein, dass Marktwirtschaft und Wissenschaft entscheidende Faktoren in der internationalen Politik sind. Da eine Großmacht sich allerdings in diesen Punkten nicht verschlechtert, bleibt nur die Arbeitsmoral als Grund für den Niedergang übrig. Den Römern wirft man ja immer mal wieder vor, an ihrer Dekadenz zugrunde gegangen zu sein. Kann die westliche Kultur durch unsere mangelnde Arbeitsmoral fallen? Sind die Afrikaner einfach nicht fleißig genug?
Um allgemein gültig zu sein, müsste so eine Theorie aber konkreter und auf vergangene Weltreiche (z.B. Rom, Dschingis Khan, Osmanen, Sowjetunion) anwendbar sein. Ferguson hat als bekannter Historiker noch einiges mehr veröffentlicht, vermutlich findet man dort noch mehr zu seinen Theorien.
Diplomacy kam 1959 als Brettspiel auf den Markt, nachdem Allan B. Calhamer fast 20 Jahre daran entwickelt hat. Das Spiel lebt vor allem von den diplomatischen Verhandlungen der Spieler.
You’ll have a hard job patting a Diplomacy player on the back - there isn’t much room amidst the forest of knife handles. ― Keith Hazelton
Man denke sich Risiko ohne Zufallseinfluß durch Würfel. Stattdessen können Einheiten (auch von verschiedenen Spielern) kooperieren. Das Spiel wurde dann vor allem als Briefspiel bekannt und ist inzwischen auch per E-Mail und Web spielbar. Man könnte das Spielprinzip auch als Thirty Xanatos Pileup beschreiben. Wer sowohl Risiko als auch Poker mag und gerne mal hinterhältige Pläne schmiedet dürfte mit Diplomacy seine Freude haben.
It's 'Big Brother' in a board game. ― Manus Hand
Die beste Informationsquelle ist auf jeden Fall das Diplomacy Archive mit seiner stattlichen Menge an gutsortierten Artikeln. Die meisten dieser Artikel sind jedoch recht alt, wobei sich natürlich das Spielprinzip nicht geändert hat.
Die zweite wichtige Quelle ist The Diplomatic Pouch. Die Seite ist etwas seltsam zu bedienen. Oben rechts unter The Zine findet sich das Archive des Magazins. Die Artikel sind aktueller, dafür aber nicht thematisch sortiert.
Spiele lässt sich Diplomacy natürlich als Brettspiel. Das allerdings mit der Schwierigkeit sieben Mitspieler für viele Stunden zusammenzubekommen.
Komfortabelste Möglichkeit ist heutzutage das Onlinespiel. Es gibt einige Websites für die verschiedensten Geschmäcker. Ich bevorzuge WebDiplomacy, weil ich die Bedienung für am besten halte. Alternativ dazu bietet WorldLeaders eine schönere und PlayDiplomacy eine puristischere Oberfläche. Beide bieten außerdem Varianten des Originalspiels an, was WebDiplomacy nicht kann. Sehen wir uns bei WebDiplomacy?
Ein "Lead Market" ist ein Markt der eine Innovation als erstes übernimmt, die dann global auf andere Märkte diffundiert. Je nach Branche sind das andere Länder. Beispielsweise ist Deutschland im Automobilbereich und beim Umweltschutz und zugehörigen Technologien führend. Im Bereich Mobilfunktechnik sind Finnland und Schweden vorne.

Was ist "Web"? Der Bereich Web umfasst Unternehmen die durch ihr Angebot im Internet Umsatz machen, also beispielsweise Google, Amazon, Ebay, StudiVZ, Twitter und Skype. Die meisten dieser Webangebote kommen aus den USA. Deutsche Projekte wie StudiVZ sind meist geklaute Konzepte, in diesem Fall Facebook. Natürlich gibt es auch deutsche Originale wie MyMüsli, aber die USA ist sehr viel produktiver.
Es stellt sich die Frage warum Deutschland immer hinterher, also ein "Lag Market", statt "Lead Market" ist. Welche Faktoren bestimmen, wer Lead Market ist? Es lassen sich fünf Vorteile identifizieren, die eine Lead-Rolle begünstigen. Ich möchte ihr erläutern, warum Deutschland kaum Vorteile besitzt im Bereich Web.
Für manche Produkte besteht aus unterschiedlichen Gründen einfach eine erhöhte Nachfrage. Im Falle von Solarenergie ist die Nachfrage in Deutschland beispielsweise durch staatliche Subventionen künstlich erhöht, um die Innovationstätigkeiten anzukurbeln. Im Webbereich erscheint die Nachfrage eher zurückhaltend. Es besteht allerdings Hoffnung, so konstatiert Global Faces and Networked Places - A Nielsen report on Social Networking’s New Global Footprint im März 2009 fest:
Germany arrives later to the social network party
Im Dezember 2007 lag Deutschland auf dem letzten Platz, zeigte aber 2008 das größte Wachstum. Aber ganz allgemein ist die USA nicht nur größer, auch ein höherer Anteil der Bevölkerung nutzt das Internet.

Deutschland ist zwar Exportweltmeister (bzw. war es zumindest) aber im Web gilt das wohl nur für Xing (ehemals OpenBC). Länder wie die USA haben hier einen klaren Vorteil, da Englisch viel weiter verbreitet ist als die deutsche Sprache.
Dieser Vorteil entsteht durch Nachahmereffekte. Es ist allgemein bekannt, dass Trends aus den USA mit gewisser Verzögerung nach Deutschland überschwappen. In umgekehrter Richtung passiert das eher selten. Der Vorteil liegt also auch in diesem Fall bei den Vereinten Staaten.
Das Hosting beträgt für ein kleines Startup meist den größten Kostenpunkt, in diesem Fall liegt die USA vorne. (Quelle)
Mit Marktstruktur sind Faktoren wie die Anzahl der Konkurrenten gemeint. Am günstigsten ist in diesem Fall ein Polypol, also weder einen einzelnen dominanten Marktführer, noch ein unüberschaubare Menge an Imitatoren. Wer hier im Vorteil ist, ist unklar.
Konkurrenz hat aber auch positive Effekte, wie sich sehr anschaulich am Silicon Valley beobachten lässt. Solche Startup Hubs bieten einen Nährboden durch ein reiches Angebot an (Venture) Kapital, Wissen und Kontakten.
Es ist klar, dass der Vorteil bei den USA liegt, doch muss man sich vor Augen halten, dass dies für konkurrierende Innovationen gilt. Demnach war StudiVZ von Anfang an dazu verdammt, von Facebook überholt zu werden. Für die Gründer kann StudiVZ jedoch trotzdem als Erfolg verbucht werden, nur für den jetzigen Eigentümer vielleicht nicht mehr. Das bedeutet also, das Kopieren von erfolgreichen Konzepten ist durchaus erfolgsversprechend.
Für den einzelnen Unternehmer sind die Erkenntnisse in diesem Artikel also wenig bedeutsam. Aber unsere Regierung sollte sich überlegen, wie man Deutschland in diesem zukunftsträchtigen Bereich stärken kann.
Toppits probiert sich gerade in Sachen Social Marketing und nutzt Youtube für ein bischen lehrreiche Werbung:
Die Tipps zum Einfrieren sind nett gemacht. Nur das Drumherum ("Komm mir nicht mit der Marmeladennummer!") ist etwas sehr kitschig. Soll es dadurch glaubwürdiger werden? Dann lieber mehr von den Outtakes am Ende.
Nun aber zum echten Review:
Die Toppits Gefrierbeutel kommen ganz normal an der Rolle zum Abreissen. An Stabilität gibt es nichts zu meckern, aber ganz das Werbeversprechen wird nicht erfüllt. Der Packung nach soll sich der Beutel "aufstellen" lassen, so dass er befüllt werden kann, ohne festgehalten zu werden. Ich habe ca. eine Minute gebraucht, bis der Beutel halbwegs ordentlich stand, aber mit dem Befüllen klappt das nicht so wirklich. Wie wäre es mit einem Beispielvideo, Toppits? Fazit: Gut, aber nichts Herausragendes.
Dann die Toppits Frischhaltefolie im Vergleich zu unserem bisherigen "Selex". Hier macht sich die Qualität bemerkbar. Die Schachtel fällt nicht beim Aufreissen auseinander. Die Sägezähne zum Abreissen sind aus Plastik statt aus Karton. Außerdem verhindert eine kleine Klebefläche auf der Packung das Aufrollen der Folie, so dass man den Anfang nicht mehr findet. Die Tatsache, dass die Rolle 3cm breiter ist, haut mich nicht vom Hocker. Fazit: Wer viel Frischhaltefolie von der Rolle benutzt, dürfte sich über das bessere Handling freuen.
Zu guter Letzt die Toppits Alufolie gegen unsere "Profissimo". Sofort fällt auf, dass die Profissimo-Leute aus irgendeinem Grund eine schiefe Abreiskante eingebaut haben, was bei Tolpatschen wie mir für ziemlich zerfetzte Alufolienstücke sorgt. Toppits reisst hier ziemlich glatt ab. Mein Testfall (weil gerade greifbar) ist das Überstülpen über ein Nutellaglas. Resultat bei Toppits wunderbar und bei Profissimo reisst die Folie beim Feststreifen. Ob das jetzt an den "Kraft-Waben" liegt weiß ich nicht. Fazit: Jupp, hält besser.
Insgesamt hält Toppits sein Versprechen als Qualitätsmarke und ob es einem den Preis wert ist, muss jeder selbst entscheiden.
Zum Selbertesten kann man sich auch direkt bei Toppits anmelden: Jetzt zum Angebot
Compiler construction bzw. Übersetzerbau ist ein klassischer Bereich der Informatik. Der Bereich Syntaxanalyse ist inzwischen recht stabil und durch die weitgehende Deckung mit XML-Verarbeitung auch wirtschaftlich wichtig. Optimierungen sind auch weitgehend erforscht, allerdings gibt es natürlich immer noch bisschen mehr rauszuholen und es fehlt eine Theorie über die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Algorithmen. Damit fehlt noch der abschließende Bereich Codegenerierung. Eine gute Automatisierung ist hier noch nicht gefunden.
Wichtige Compiler-Backends wie der gcc oder die JVM, sind (zumindest größtenteils) manuell programmiert, und viele Leute sehen diesen Ansatz als die bestmögliche Lösung an. Der Ansatz von Codegenerator-Generatoren (Buzzword: Model-Driven Software Development) ist bisher also ein sehr akademisches Thema. Ein Durchbruch auf diesem Gebiet ist aus zwei Gründen erstrebenswert.
Wenn man primär den Desktop im Blickfeld hat, erscheint die Prozessorauswahl auf x86 bzw. x86-64 beschränkt. Dabei sollte man allerdings beachten, dass x86 nicht nur als eine Architektur betrachtet werden kann. Durch die Vielzahl an Erweiterungen wie den SSE-Befehlssätzen, ergibt sich ein komplexes Bild für Codegeneratoren.
Weiter muss man den Bereich eingebetteter Systeme bedenken. Als Konsument kennt man vielleicht Intels Atom oder ARM, die inzwischen in den Netbook-Markt drängen. Dazu kommen verschiedenste Prozessoren für Handys und ähnliche Kleingeräte. Es werden weltweit bereits 4 Milliarden Mobiltelefone genutzt und Tomi Ahonen prognostiziert weitere 4 Milliarden. Ja, das bedeutet 120% Marktdurchdringung. Europa ist bereits heute bei 115%.
Es werden also voraussichtlich weiterhin neue Prozessoren entwickelt werden und man wird Compiler für diese Architekturen entwickeln oder zumindest anpassen müssen.
Marketing spricht von time-to-market, also wie viel Zeit braucht ein Produkt bis es auf dem Markt ist, so dass man damit Geld verdienen kann. Auch hier ist der Bereich eingebetteter Systeme ein Paradebeispiel. Aus eigener Erfahrung wird man wohl bestätigen, dass man das Handy schneller wechselt als den Computer.
Durch die Benutzung von Codegenerator-Generatoren kann die Aufgabe des Compilerbauers erleichtert werden, so dass Übersetzer für neue Prozessoren schneller verfügbar und stabiler werden. Statt im Compilercode selbst zu arbeiten, werden ein Modell der Zielarchitektur und eine Abbildung zur internen Zwischensprache des Compilers entwickelt. Dieses Modell kann automatisch auf Vollständigkeit und (je nach Definition möglicherweise) auf Korrektheit geprüft werden. Dazu Näheres in meiner Diplomarbeit.
Es lässt sich also festhalten, dass (1.) weiterhin neue Compiler erstellt werden, vor allem im mobile/embedded Bereich, und dass (2.) durchaus noch Verbesserungspotential besteht, so dass sich wissenschaftliche Forschung lohnt.
Wie lernt man am besten CSS? Eine schwierige Frage. Wenn man sich (wie ich) bereits seit ungefähr einem Jahrzehnt damit beschäftigt, fällt einem so leicht keine gute Antwort ein. In diesem Artikel versuche ich Kernpunkte herauszuarbeiten, wie man den Einstieg schneller schafft.
Anzumerken ist allerdings, dass dies eine sehr pragmatische Einführung ist, die auf meinen Erfahrungen als Freelancer basiert. Themen wie CSS3, Accessability, Alternativ-CSS oder Performance sind ausgeklammert, weil sie in meiner Praxis keine Rolle spielen und daher für einen Einsteiger erstmal nicht wichtig sind.
Eine Ansatzpunkt ist der Lesestoff. Die eindeutig beste Referenz in Sachen HTML und CSS ist SelfHTML. Ein sehr gutes Onlinemagazin ist A List Apart und auch Smashing Magazine ist für den ein oder anderen Tip zu gebrauchen. Eine Suchmaschine wie Google ist natürlich unerlässlich für die schnelle Hilfe und natürlich das W3, wo die Standards definiert sind.
Personen die man kennen sollte bzw. deren Aussagen man (meistens) vertrauen kann sind Eric Mayer (CSS Guru) und Jakob Nielsen (Usability Guru).
Umfangreiches Wissen lässt sich letztendlich nur mit viel Lesen und Ausprobieren erreichen.
Da gibt es keine Abkürzungen.
Es macht wenig Sinn Binsenweisheiten wie das Vermeiden von padding zum Positionieren von Elementen
(Inkonsistenzen mit dem IE sind dadurch vorprogrammiert)
als Regeln aufzustellen,
da diese praktisch nie einzuhalten sind.
Grundsätzlich sollte man sich natürlich mit möglichst vielen CSS Techniken auskennen,
um zu wissen, was möglich ist.
Eine Frage die man sich (derzeit leider noch)
zu jeder Technik stellen muss ist:
Geht das auch im Internet Explorer 6 und wie?
Wie wird man nun effizient als Webdesigner ist die nächste Große Frage. CSS und HTML sind keine Sprachen, die Abstraktionsmöglichkeiten eingebaut haben. Trotzdem lassen sich Komponenten entwickeln, wie man an der steigenden Zahl von CSS Frameworks sieht. In Deutschland beliebt ist beispielsweise YAML, welches eine vorgefertige HTML Grundstruktur und detaillierte Anweisungen zur Anpassung liefert. Von dieser Grundstruktur abgesehen, bietet YAML allerdings nicht viele wiederverwendbare Komponenten.
Ein immer wiederkehrendes Designelement ist beispielsweise das Drop-Down-Menu. Ob die Usability einer Seite dadurch steigt oder sinkt ist zwar zu bezweifeln, aber nicht jedem Kunden lässt sich diese Lösung ausreden. Gerade der Internet Explorer macht es einem nicht leicht eine Browser-übergreifende Lösung zu entwickeln, so dass man gerne auf ein vorgefertigtes Modul zurückgreift. Ich persönlich finde ADxMenu am besten und mit ein paar eigenen Anpassungen lässt sich daraus eine relativ abgeschlossene Komponente bauen.
Effizienz steigert man kaum dadurch, dass man weniger Code schreiben muss. Die meiste Zeit bei der CSS Entwicklung wird für das (wiederholte) Testen und Anpassen in den verschiedensten Browsern (99% IE) gebraucht. Diese Zeit zu minimieren bringt den höchsten Effizienzgewinn. Da jeder Browser leicht andere Voreinstellungen bei Abständen und Schriftgrößen hat, lohnt es sich beispielsweise erst einmal einen CSS Reset durchzuführen.
Ein Problem das man insbesondere bei Websites beobachtet, deren Design schon oft angepasst wurde, ist eine unüberschaubare Menge an CSS Anweisungen. Das Design ließe sich mit einem Bruchteil an Code implementieren, aber unnötig gewordene Anweisungen können nicht als solche erkannt werden und bleiben deswegen als toter Code erhalten. Mangelhaft qualifizierte Webdesigner bauen oft Spezialcode statt wiederverwendbare Anweisungsklassen, was zu weiterer Codeduplikation führt.
Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken ist das Strukturieren des CSS Codes. So teile ich persönliche meine CSS Dateien in Bereiche ein.
color, background und border CSS Anweisungen.font-size, line-height, font-weight wird hier festgelegt,
aber auch text-align und text-decoration.width, height, margin und padding hier am verbreitetsten,
aber auch float, position, clear, display und weitere Anweisungen sind zu finden.font-family aber auch font-style werden in diesem Bereich definiert.Zusätzlich gilt die Regel
Keine Anweisung doppelt
Das mag sich einfach anhören, ist aber nicht leicht durchzuhalten.
So darf zum Beispiel ein color: #94e72f; nur einmal vorkommen.
Man hat die Wahl zwischen
#content a { color: #94e72f; font-weight: bold; }
#header h1 { color: #94e72f; }
und
#content a,
#header h1 { color: #94e72f; }
#content a { font-weight: bold; }
Im zweiten Beispiel die Regel "Keine Anweisung doppelt" eingehalten,
allerdings ist der Selektor #content a nun doppelt vorhanden.
Meiner Meinung nach ist die zweite Variante wartbarer,
sprich bei späteren Anpassungen schleichen sich seltener Fehler ein,
die zeitaufwendig getestet, gefunden und beseitigt werden müssen.
Zum Internet Explorer Debugging empfehle ich jeweils eine extra CSS Datei für IE6, IE7 und auch IE8 falls notwendig, die dann per Conditional Comments eingebunden werden. CSS Hacks sollten generell vermieden werden. Nur eine Datei für alle IEs gemeinsam zu verwenden, verursacht mehr Probleme, als es löst.
Welchen Editor man benutzt hängt sehr stark von den eigenen Gewohnheiten ab und ich möchte hier niemanden zu irgendetwas überreden. Persönliche nutze ich vim. Als Hauptentwicklungsbrowser ist Firefox aufgrund des Firebug-Plugins meiner Meinung nach noch immer die beste Wahl. Zwar besitzen die anderen (großen) Browser ähnliche Funktionalitäten, aber vor allem beim pixel-genauen Positionieren kann bisher keiner mithalten.
Da jeder Entwickler eigene Vorlieben im Bezug auf Betriebsystem und Arbeitsweise hat, sind Virtualisierungswerkzeuge sehr nützlich. So bietet beispielsweise Microsoft selbst eine kleine Sammlung von Images an, um damit Websites auf Windows XP und Vista und in IE6, IE7 und IE8 zu testen. Diese sind zwar im VirtualPC-Format, können aber recht einfach konvertiert werden z.B. auf VirtualBox.
Webdesign ist in Web 2.0 Zeiten so beliebt, dass es eine Unmenge an Angeboten gibt, die allerdings meist mehr versprechen als bieten. Framework jeglicher Art versprechen "Einfachheit" und kurze Entwicklungszeiten und optimieren dann doch nur Trivialfälle, statt schwierige Probleme anzugehen. Das Abwägen von Vor- und Nachteilen von Angeboten ist deswegen schwierig, aber gleichzeitig eine der Hauptaufgabe eines Webdesigners, der auf der Höhe der Zeit bleiben will.
Viel Erfolg und nicht vergessen die Säge zu schärfen!
Als Kommunikationsmittel zwischen Webdesigner und Kunde scheinen Mockups bzw. Photoshopentwürfe ganz sinnvoll. Der Grafiker kann recht zügig ein schönes Layout entwerfen; Der Kunde akzeptiert oder ändert dieses und die Entwurfsphase des Webprojekts ist abgeschlossen. Nun kann der HTML-CSS-Hacker sich daran machen die Grafikdesigns umzusetzen.
Da die Grafik nun die Grundlage der Kundenkommunikation und der Annahme des Umsetzungsprojekts ist, heißt es nun natürlich das Design auch pixelperfekt umzusetzen. In jedem Browser und mit jedem Betriebssystem soll die fertige Website genauso aussehen, wie der Photoshopentwurf, den der Kunde abgesegnet hat.
Fast zwangsläufig gehen bei dieser Methodik jedoch einige Dinge schief. Die Usability muss nachträglich wieder repariert werden, denn der Kunde hat natürlich nur nach seinem subjektiven Ästhetikverständnis entschieden und während der Umsetzung war pixelperfektes Design vorrangig. Potential zur Flexibilität wird verschenkt, da solche Designs beispielsweise immer eine feste Breite haben und damit auf dem Handy nur sehr umständlich zu bedienen sind. Viele Bilder und JavaScript-Tricks machen die Seite langsam und träge für den Besucher.
Doch wie sollte man denn hier etwas ändern können? Der Kunde muss doch entscheiden, ob ihm ein Design gefällt, bevor man es umsetzt. Wenn man dann daran etwas ändern will, braucht man natürlich die Zustimmung des Kunden. Da dieser aber nicht dauernd belästigt werden will, muss man eben erstmal etwas fertig machen und anschließend über Nachbesserungen verhandeln.
Nein.
Meine provokative These: Der Webdesigner kann sehr wohl eigenmächtig das Design ändern, schließlich weiß er viel besser als Kunde, worauf es im Web ankommt und wie der Kunde seine Ziele dort erreicht.
Notwendig dafür ist Vorarbeit, so dass der Webdesigner die Ziele des Kunden auch kennt und der Kunde dem Webdesigner vertraut, dass er das Richtige tut. Wie diese Vorarbeit aussieht ist in meinem Artikel Kundenkommunikation beschrieben.
Ein pixelperfektes Design ist immer zusätzlicher Aufwand. Es bedeutet, dass es der Kunde mehr Geld für ein schlechteres Produkt zahlt. Für einen Webdesigner mag es den Vorteil haben, dass er mehr Arbeit und damit mehr Einkommen hat, andererseits ist die Arbeit auch stupider und frustrierender. Der Handwerksstolz bleibt auf der Strecke. Kurz gesagt halte ich diese Arbeitsmethode für pixelperfekten Blödsinn.
Ich hätte gerne ein superkompaktes Nachrichtenmagazin, das jeden Tag nur einen Artikel über das relevanteste Ereigniss des Tages bringt. Spiegel Online ist zwar sehr umfassend in seiner Berichterstattung, aber 30-40 Artikel jeden Tag sind zuviel. Da es soetwas nicht gibt, hab ich versuch es selbst zu basteln.
Erster Versuch: Welt.de bietet einen Tages- und einen Wochenüberblick (lustigerweise wechseln beide täglich). Ich habe ein kleines Script gebastelt, das die Inhalt auf Tumblr veröffentlicht als Tagesmeldungen bzw. Wochenmeldungen.
Das Ergebniss war ganz nett, vor allem da sogar immer ein Bild dabei war. Die Auswahl der Welt-Redaktion fand ich jedoch teilweise sehr komisch, wenn man es mit den aktuellen Themen auf bspw. Spiegel Online verglich. Alltagstauglich ist dieser Ansatz durch oft fehlende Relevanz also nicht.
Zweiter Versuch: Per Hand Wichtige Nachrichten zusammenfassen und veröffentlichen.
Das Ergebnis fand ich sehr gut, allerdings steckt so durchschnittlich eine Stunde Arbeit in jedem Artikel, was zuviel jeden Tag für mich ist. Die Motivation das dauerhaft durchzuziehen hat mich bereits verlassen.
Drittens eine Idee: Komplexe Algorithmen filtern automatisch das wichtigste Thema des Tages heraus. Beispielsweise macht Rivva so etwas ähnliches, ist allerdings auf Themen der Blogosphäre spezialisiert. Dort werden oft Randthemen wie Polizei verprügelt Passanten sehr nach oben gepusht. Leider habe ich bisher nicht die Zeit gefunden, mal einen Prototypen nach diesem Ansatz umzusetzen.
Und nun? Kennt jemand vielleicht eine tolle Website die soetwas schon anbietet?
Kunde will unbedingt „Bewegung“ auf der Seite. Grmpfl.
― monoton
Die Kommunikation mit dem Kunden ist ein leidiges Thema. Als freiberuflicher Webdesigner muss man sich öfter mal mit dem Auftraggeber streiten, was denn nun das bessere Design ist. Auch der Kunde ist dabei nicht glücklich. Er hat das Gefühl, dass der Designer einfach nicht versteht, um was es geht. Dauernd hört er nur ein „Nein“ und kommt sich vor, als ob er den Job macht, für den er eigentlich jemand anderen bezahlt.
Doch so muss es nicht sein. Meist sind schon vorher Fehler in der Kommunikation passiert und in diesem Artikel stehen einige Tipps, wie sich das vermeiden lässt. So wird zum Beispiel meist zu wenig Zeit für das Design veranschlagt. Wenn man diese Zeit vergleicht mit der technischen Implementierung oder dem Kämpfen mit IE6 Problemen ist der Anteil erstaunlich klein. Weitere beliebte Fehler sind das Anbieten zu vieler Vorschläge oder das mangelnde Selbstvertrauen des Designers. Aber fangen wir erstmal ganz am Anfang der Kundenbeziehung an.
Als Designer sollte man einen Arbeitsprozess haben und zwar in einer Form, die man dem Kunden präsentieren kann. Man steuert damit die Erwartungen und legt Zwischenschritte fest. Es geht dabei vor allem darum Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Es wird der Grundstein für die Rollenverteilung gelegt, dass der Designer ein professioneller Experte ist und kein verplanter Chaot.
Dieser Artikel stellt bereits eine gute Grundlage dar, um einen solchen Prozess zu entwickeln, aber er sollte natürlich auf die eigene Persönlichkeit zugeschnitten werden.
Das Kennenlernen des Kunden und des Projekts kommt oft zu kurz. Als Webdesigner muss man den Sinn und Zweck einer Website verstehen, bevor man ein Layout entwirft. Was sind die Geschäftsabläufe? Wozu existiert die Website? Ohne diese Kernfragen geklärt zu haben, entwickelt man das Design im Blindflug. Ein Beispiel wäre:
Mit unserer neuen Website wollen wir mehr Abonnenten für unseren Newsletter
Als nächstes sollten die Erfolgskriterien für das Projekt identifiziert werden. Egal ob es sich um eine neue Seite oder um ein Redesign handelt, es gibt immer einen guten Grund für die Unternehmung. Es geht darum möglichst konkrete Ziele zu formulieren. Zum Beispiel so:
Durch das Redesign unserer Website wollen wir innerhalb der nächsten 3 Monate die Zahl unserer Newsletterabonnenten um 30% steigern.
Nächster Schritt ist die Analyse der Konkurrenz. Was sollte man kopieren und wo kann man es besser machen? Der Kunde wird vermutlich während der ganzen Zeit immer die Konkurrenz im Hinterkopf haben und das sollte man als Designer berücksichtigen.
Der Kunde sollte eine Prioritätenliste anlegen, da eine Website oft mehrere Ziele auf einmal verfolgt. Das Design ist stark dafür verantwortlich, welche Bereiche der Besucher am stärksten wahrnimmt.
Das Erstellen verschiedener Personas hilft dabei die Besucher zu charakterisieren. So können Besuchererwartungen identifiziert und einfach kommuniziert werden.
Nun wird die Grundstimmung der Website bestimmt. Es geht ganz abstrakt darum, welchen Charakter die Seite haben soll. Dazu kann man sich ganz bildlich eine Person vorstellen. Wäre die Website eine junger, spritziger Teenie oder ein älterer Geschäftsmann? Dieser Charakter sollte man dem Design ansehen. Welchen Charakter hat beispielsweise die FAZ im Vergleich zur Bild?
Eine gute Idee ist es, eine Reihe themenverwandter Websites zu sammeln und diese mit dem Kunden durchzusprechen. Es geht um einen lockeren Meinungsaustausch, was gefällt und was nicht. Die Vorauswahl ist wichtig, denn falls man allgemein nach Websites fragt, spielen Inhalte in den Entscheidungsprozess mit hinein. Nur weil dem Kunden Spiegel Online gefällt, sollte man seinen Spielzeug-Shop nicht in ein ähnliches Design packen.
Nun kann man jeweils ganz für sich Details in Farben, Typografie und Formen festlegen. Man sollte ein Stimmungsbild oder Moodboard anlegen, wo all das festgehalten wird. Es können in diesem Fall ruhig mehrere Varianten erstellt und diskutiert werden, da der Kunde hier in einer sehr abstrakten Denkweise ist.
Alles bis hierher dient als Grundlage und jetzt erst kann man mit dem eigentlichen Design beginnen. Der Kunde hat nun schon Farbschema und andere Designs abgesegnet, so dass weniger Gefahr besteht, dass später nochmal über diese Dinge diskutiert wird.
Wenn man nun dabei ist, ein Design zu entwickeln, ist die schnelle E-Mail zwischendurch ein gern gemachter Fehler. Um den Kunden auf dem Laufenden zu halten, wird ein Screenshot gemacht und per E-Mail mit dem Kommentar „Schau dir mal meinen ersten Versuch an! Was hälst du davon?“ verschickt. Das kommuniziert Unsicherheit (erster Versuch?) und provoziert Feedback in der Form, dass der eine Balken einen Pixel dicker sein sollte.
Es ist trotzdem wichtig möglichst oft mit dem Kunden zu kommunizieren und ihn miteinzubeziehen. Der Kunde soll Schritt für Schritt zustimmen, so dass er bei der finalen Präsentation seine eigenen Entscheidungen sieht. Aber dieses Kommunizieren sollte so unmittelbar wie möglich sein. Mindestens ein Telefonanruf oder eben ein echtes face-to-face Gespräch ist notwendig, um ein Design zu präsentieren. Lass den Kunden das Design nicht ausdrucken! Und ein Design verdient es präsentiert zu werden. Je öfter und je kleiner die Zwischenpräsentationen, um so mehr hat der Kunde das Gefühl, dass es sein Design ist, ohne dass er dauernd alte Designentscheidungen in Frage stellt.
Das Design der Homepage sollte man so lange wie möglich hinauszögern. Gerade bei größeren Firmen steckt sehr viel Politik dahinter. Aber auch bei kleineren Kunden sollten die Details schon durch die „unwichtigen“ Seiten festgeklopft sein, bevor die Homepage diskutiert wird.
Nun kommt irgendwann die große Präsentation, in welcher der Designer zum ersten Mal das komplette Design vorstellt. In diesem Schritt ist es wichtig zu referenzieren, um Änderungswünsche vorwegzunehmen und den Kunden daran zu erinnern, dass diese Frage schon besprochen wurde. All das Material aus den Schritten davor (Geschäftsabläufe, Erfolgskriterien, Prioritätenliste, Personas, Stimmungsbild, Gesprächsprotokolle) wird nun als Referenz und Argumentation für das Design herangezogen. Das Design repräsentiert Entscheidungen die bereits getroffen wurden und dieser Sprung sollte für den Kunden so kurz wie möglich sein, um Widerspruch zu vermeiden. Auch Aussagen außenstehender Experten (z.B. Jakob Nielsen) oder Statistiken über die Zielgruppe sind Referenzmöglichkeiten, die sehr überzeugend wirken.
Übliche Kommentare zu einem Design sind zum Branding, zum vielen Leerraum und der Farbwahl. Wer kennt nicht Kommentare wie „Warum ist mein Logo so klein?“, „Da ist noch so viel Platz links!“ oder „Das Blau sollte etwas kräftiger sein.“. Man sollte nicht bis zum Feedback warten, sondern diese initiativ ansprechen und wie oben durch Referenzen rechtfertigen. Farbtheorie und ähnliche Fakten sind dabei hilfreich. Der Kunde wird dadurch in gewisser Weise überrollt und würde sich dumm vorkommen, wenn er das kritisieren würde.
An die große Präsentation anschließend kommt zwangsläufig das Feedback vom Kunden. Doch bevor man in diese Phase eintritt, sollte man dem Kunden seine Rolle erklärt haben.
Die Rolle des Kunden ist es problemorientiert zu denken und nicht lösungsorientiert. Er sollte keine Änderungswünsche anbringen, sondern Probleme die er sieht. Falls er das doch tut, sollte man nach dem warum fragen, bis man bei den zugrunde liegenden Problemen ankommt. Mit dieser Einstellung kann man dann zusammen nach einer (noch besseren) Lösung suchen.
Weiter sollte der Kunde geschäftsorientiert denken, denn keiner kennt das Geschäft besser als er und kann Probleme entdecken.
Als drittes kommt das besucherorientierte Denken. Dazu kann man einfach fragen „wie denken sie werden die Besucher reagieren?“ Letztendlich muss das Design nicht dem Kunden gefallen, sondern den Besuchern der Seite. Falls die Besucher 14-jährige Teens sind, muss die Seite dem 45-jährigen Firmenbesitzer nicht ästhetisch zusagen.
Noch ein paar Worte zu Design by Commitee, welches natürlich möglichst vermieden werden sollte. Falls man nicht drumherum kommt, ist die erste Strategie, die Alphaleute zu identifizieren und diese bereits vor der großen Präsentation individuell zu überzeugen. Sie werden sich wichtig vorkommen und mit großer Freude auf der Seite des Designers argumentieren. Falls das nicht funktioniert ist ein zweiter Trick auf Design by Community umzuleiten, indem man versucht noch möglichst viele weitere Leute miteinzubeziehen. Auf diese Art werden die Einzelmeinungen unterdrückt und man muss nun mit Fragebögen und abstrakten Meinungstrends hantieren, vermeidet aber endlose Diskussionen.
Der letzte Hinweis ist noch alles Feedback schriftlich festzuhalten. Bei jedem Telefongespräch sollten Notizen gemacht werden. Das ist notwendig, um diese Schnipsel später wiederum als Referenz benutzen zu können.
Der Artikel basiert auf einem Video von Paul Boag, der darin auch ein bisschen Werbung für sein Projekt GetSignOff.com macht.
Das statistische Bundesamt hat eine Untersuchung zur Entwicklung der Bevölkerung Deutschlands bis 2060 veröffentlicht (Material als pdf). Den Daten zufolge hatte Deutschland 2003 ein Bevölkerungsmaximum von ca. 83M Einwohnern erreicht und wird bis 2060 auf 65-70M Einwohner schrumpfen:

Während 2008 ein Fünftel der Bevölkerung im Rentenalter ist, wird dieser Anteil 2060 auf ein Drittel ansteigen. Der Anteil der arbeitenden Altersschicht sinkt von 61% auf 50% ab, was ca. 20% weniger Steuerzahler bedeutet.

Wenn man sich vor Augen hält wie problematisch es schon heute ist, die Rentenkassen voll genug zu bekommen, könnte man es mit der Angst zu tun bekommen. Wie man in der obigen Grafik jedoch sieht, gab es von 1970 bis 1985 bereits einen kleinen Bevölkerungsrückgang. Im selben Zeitraum ist allerdings das Bruttoinlandsprodukt (BSP) gestiegen (Quelle: Wolfram Alpha):

Wirtschaftswissenschaftler setzen im Allgemeinen steigendes BIP pro Kopf mit steigendem Wohlstand gleich. Andauernden technischen Fortschritt vorausgesetzt, wird das BIP auch weiterhin steigen. Verbunden mit einem Bevölkerungsrückgang sollte das eigentlich einen steigenden durchschnittlichen Wohlstand zur Folge haben.
Die Frage die sich mir also stellt ist, ob ein dramatischer Zuwachs an Rentnern zwangsweise schlecht sein muss. Viele Firmen würden gerne stärker rationalisieren. Die Arbeitslosenzahlen steigen. Es ist nicht so, als ob wir mehr arbeitsfähige Leute bräuchten. Deutschland braucht vor allem mehr hochqualifizierte Fachleute und mehr Pflegepersonal für Senioren.
Weihnachten und Kalender sind ja ein passender Kontext, um mal einen Fotoservice für Kalender unter die Lupe zu nehmen. Über Trigami habe ich dazu ein Exemplar geschenkt bekommen.
Die Website von ExtraFilm.de sieht ziemlich viele anderen Fotoanbieter aus. Das Angebot umfasst die üblichen Fotobücher über Tassen und Grusskarten.

Im Bereich Fotokalender gibt es einige Varianten: Tischkalender zum Aufstellen, Wandkalender zum Aufhängen, Geburtstagskalender der nicht nur für ein spezielles Jahr gültig ist und ein großformatiger Jahresplaner auf einer Seite. Mich interessiert hier der klassische Wandkalender zum Aufhängen. Für dieses Produkt braucht man 13 Bilder, nämlich 12 Monate plus Deckblatt.
Entsprechend meines Gutscheins wähle ich das Standardformat A4 und komme damit weiter zur Wahl des Designs. Zwölf Varianten stehen mir dabei zur Verfügung. Zwei davon haben jeden Monat eine andere Hintergrundfarbe, Vier bieten eine freie Zeile neben dem Tag zum Eintragen von Terminen. In Sachen Look reicht die Auswahl von schlicht über edler bis peppig. Manche der Designs würde ich mir gerne etwas näher ansehen, doch ein Klick darauf wählt dieses aus und geht zum nächsten Schritt über. Ich entscheide mich für ein eher neutrales Grau im Hintergrund und Eintragsmöglichkeit für die einzelnen Tage, denn ein Kalender soll ja auch genutzt werden und nicht nur Deko sein (Auch wenn meine Frau mir hier widersprechen mag).
Nun komme ich zum Bilderhochladen. ExtraFilm.de bietet dazu ein Javaapplet an mit dem das Auswählen und Hochladen recht gut von der Hand geht. Da ich meine Fotos mit F-Spot verwalte, habe ich allerdings die Auswahl und Nachbearbeitung dort erledigt, was doch noch etwas komfortabler ist, als sich im Javaapplet durch die Ordner zu klicken.

Falls kein Javaplugin zur Verfügung steht, wird ein Link zu einem simplen HTML-Upload angeboten. Wer Java im Browser verabscheut wird also trotzdem bedient. Sehr gut!
Nächster Stop ist das Auswählen und Einpassen der Bilder. Zuerst ist mir nicht klar, wie man die Reihenfolge der Bilder ändert, bis ich entdecke, dass man pro Seite das Bild entfernen und ein Anderes einfügen muss. Die Bilder lassen sich aber recht komfortabel zuschneiden, drehen und anordnen. Einzelnen Tage lassen sich beschriften. Das Thema meines Kalenders ist natürlich unsere Hochzeit dieses Jahr, somit konnte ich gleich noch unsere Geburtstage und den Hochzeitstag vermerken. Mit der Vorschau-funktion nochmal die einzelnen Seiten überprüfen und dann ab mit dem Kalender in den Warenkorb.
Nach der Rechnungsübersicht und der Eingabe meiner persönlichen Daten war die Bestellung fertig. Bezahlt werden kann mit Visa, Mastercard und Paypal, was ich allerdings nicht getestet habe, da es bei mir über einen Aktionsgutschein verrechnet wurde. Es ist etwas irritierend, dass man die AGBs auf der Bestätigungsseite gleich nochmal akzeptieren muss. Mit der Bestätigungsemail im Postfach begann dann das Warten auf die Post.
Ich bin im allgemeinen sehr pingelig mit dem Verhalten von Websites, da ich ja selbst Webdesigner bin. Die Tatsache, dass ich praktisch nichts an ExtraFilm.de auszusetzen habe, kann man als großes Lob verstehen. Oder wie wir Schwaben das ausdrücken: Nix g'sagt, isch g'nug g'lobt.
Nach einer knappen Woche traf dann eine kartonierter Umschlag mit unserem neuen Kalender für 2010 ein:

Ein Bild innen zeigt, dass unser Hochzeitstag bereits eingetragen ist:

Das Papier hat eine stabile Dicke. Die Fotos sind qualitativ gut und ohne erkennbare Mängel. Die Verarbeitung ist gut. Ich bin zufrieden mit dem Fotoservice.
Über meinen Link zu ExtraFilm.de gibt's als Weihnachtsaktion 20%. Da ich eine Provision davon habe, fühle dich hiermit ermuntert Fotogeschenke zu Weihnachten zu machen!
Was ich nicht testen konnte, da ich kein Windows nutze, ist das "Extrafilm Designer" Desktop-Programm. Damit hat man anscheinend mehr Designs zu Auswahl und kann besser an den Fotos herumbasteln.
Ihre Lebensaufgabe sehen die meisten Menschen darin, das eigene Glück zu maximieren. Eine enge Partnerschaft mit einem anderen Menschen, also die Institution Ehe, kann dieser Zielsetzung hilfreich erscheinen. Die Ehe bietet erhöhtes Vertrauen, zusätzliche Sicherheit, mehr Geborgenheit. Man hat einen Menschen mit dem man alles Freud und Leid teilen kann, was nach Sprichwort doppelte Freud und halbes Leid bedeutet.
Doch falls eine solche Partnerschaft diese Kriterien nicht mehr erfüllt, weil Freuden nicht mehr geteilt und Leid nur noch hin und hergeschoben wird, dann erscheint es für alle Beteiligten besser die Ehe zu beenden. Eine solche Ehe hat sich verändert, so dass die sich negativ auf die Glücksmaximierung auswirkt. Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit scheinen auf dem gemeinsamen Weg verloren gegangen zu sein. Eine Scheidung verspricht nun diesen Negativfaktor aus dem eigenen Leben zu entfernen.
Als Christ orientiert man sich an Gottes Maßstäben. Die Glücksmaximierung folgt dadurch einer anderen Formel. Auch ein Christ maximiert sein Glück, aber er glaubt an andere Gesetzmäßigkeiten als der Nichtchrist. Paulus betont beispielsweise das gegenseitige Dienen im Gegensatz zum weltlichen Egoismus. Im folgenden einige konkretere Aussagen der Bibel zur Ehe.
Unterordnung der Frau. Dies ist der wohl missverständlichste Teil dieser Auslegung. Zwar sagt die Bibel, dass die Frau dem Mann dienen soll (Eph 5,22), aber kurz danach (Eph 5,25) auch, dass der Mann die Frau lieben soll. Damit sind beide Geschlechter auf ihre jeweiligen typischen Schwächen hingewiesen. Männer vergessen häufig, dass auch nach der Hochzeit immer wieder Liebesbeweise notwendig sind.
Ich hab' bei unserer Hochzeit Ja gesagt. Falls ich meine Meinung ändere sag' ich dir Bescheid.
Frauen tratschen öfter und das auch gerne über die Macken des Partners. Sie werden deswegen darauf hingewiesen ihren Partner zu achten, was insbesondere heißt nicht schlecht über ihn zu reden und zu prüfen, ob man es denn wirklich besser weiß. Von einigen christlichen Ehepaaren kenne ich das Verständnis, dass sie für den Fall, dass sie sich nach viel Reden und Nachdenken nicht einig werden, der Mann die Entscheidung und die Verantwortung übernimmt.
Weitere Punkte, die in dieser Auflistung fehlen sind beispielsweise gegenseitige Vergebung oder auch gute Zeit- und Geldplanung. Diese Dinge sind auch wichtig, aber nicht nur speziell in der Ehe, weswegen ich hier nicht näher darauf eingehe.
Auch wenn es sich platt anhört, aber am wichtigsten ist vermutlich eine gute Kommunikation. Es lohnt sich öfter mal nachzufragen wie es dem Partner geht und sich dabei auch Zeit zu nehmen für die Antwort. Als kleine Gesprächsanregung könnte man gemeinsam Mark Goulstons 10 Habits of Happy Couples durchgehen. Glückliche Paare ...
Versteht diese Liste aber nicht als Zwang! Als Christ glaube ich daran, dass sich ein liebevoller Gott um mich sorgt und das bedeutet auch um meine Ehe. Bonhoeffer beschreibt dieses Wunder so:
Gott sagt in der Tat in unbegreiflicher Herablassung sein Ja zu eurem Ja; aber indem er das tut, schafft er zugleich etwas ganz Neues: er schafft aus eurer Liebe ‑ den heiligen Ehestand. Ehe ist mehr als eure Liebe zueinander. [...] So kommt die Liebe aus euch, die Ehe von oben, von Gott. Nicht eure Liebe trägt die Ehe, sondern von nun an trägt die Ehe eure Liebe.
― Dietrich Bonhoeffer, Traupredigt aus der Zelle
Das Internet bietet eine Vielzahl an Tools, doch nur wenige habe ich wirklich im Alltag im Betrieb. Dieser Artikel dokumentiert, was ich im Moment (April 2009) nutze, denn vermutlich wird sich das in einem Jahr bereits geändert haben.
Ich nutze Friendfeed so, wie sein Name es sagt. Wer in meinem engeren Freundeskreis im Internet aktiv ist, wird in meinen Friendfeed gebaut, so dass ich jedes neue Bild auf flickr oder jedes neue Video auf YouTube mitbekomme.
Nur Facebook ist leider so nicht verfügbar, weshalb ich Updates von Freunden, die nur dort was schreiben, eher selten mitbekomme. Außerdem fehlen Filter, denn beispielsweise ein gewisser Twitter user spamt meinen Friendfeed ziemlich zu.
Ob ein online oder offline feed reader besser ist, ist sehr subjektiv. Ich finde die Online-Variante besser, denn Blogeinträge werden sowieso am besten im Browser gelesen und eine zentrale Website ist automatisch für alle Rechner synchronisiert.
Um etwas Ordnung zu halten, habe ich meine 116 Feeds in fünf Kategorien aufgeteilt:
Wenn ich kurz ein paar Minuten Zeit habe, gehe ich eine oder mehrere Kategorien durch und markiere alle interessanten Artikel. Kaum ein Artikel wird direkt gelesen, außer er ist sehr kurz. Es fühlt sich eher an wie Post auszusortieren. Wenn ich dann mal länger Zeit habe, sehe ich die markierten Artikel durch und suche mir interessanten Lesestoff aus.
Mein digitales, öffentliches Notizbuch ist Tumblr. Alles was mir im Web so an interessanten Dingen über den Weg kommt, wird "getumbled". Das clevere Bookmarklet macht das einfach und schmerzlos möglich. So finde ich "das coole YouTube-Video von letztens" schnell wieder.
Mein E-Mailprogramm ist Thunderbird, weil dieser es mit Lightning- und ScheduleWorld-Plugin erlaubt Kontakte und Termine mit meinem Handy abzugleichen. Um E-Mails zu Verarbeiten finde ich ihn eigentlich zu träge, aber das Synchronisieren ist das Killerfeature.
Generell zum E-Mail Datenfluss: Alle E-Mails an meine verschiedenen Adressen, werden letztendlich an meinen Gmail-Account weitergeleitet. Von dort hole ich sie per POP3 in Thunderbird und verarbeite sie dort nach InboxZero-Prinzip: Eine E-Mail wird gelesen, bearbeitet und dann gelöscht. Alles ist ja noch in Gmail archiviert und Googles Suchfunktion ist kaum zu schlagen.
Ich lese gerade Grönemeyers Kapital Gesundheit, weil es mir im Urlaub in die Hände gefallen ist und ich durch meine Freundin ja eine gewisse Verbindung zum Gesundheitswesen habe.
Grönemeyer schreibt optimistisch. Während jeder jammert, dass alles so teuer ist und unser Sozialstaatmodell nicht mehr funktioniert, während die Krankenkassen immer weniger übernehmen und trotzdem die Beiträge erhöhen, schwärmt Grönemeyer von den Chancen die wir hier in Deutschland haben. Wir gehören zu den weltweit führenden Ländern in Sachen Gesundheitswesen und die Branche boomt. Sie würde noch viel mehr boomen, wenn man sie fördern würde, so sein Plädoyer.
Im Bezug auf Apotheken sagt er: "Sowohl zur Information als auch zum Handel sollte man das Internet nutzen." Die Meinung die ich so von Apotheken höre ist dagegen sehr negativ. Internetapotheken werden verteufelt und gemobbt:

Der Vorwurf, dass Internetapotheken unsicher ja geradezu gefährlich sind mag korrekt sein. Was ich bedenklich finde, ist die Einstellung, dass das Internet an sich als negativ angesehen wird. Man nimmt es als Bedrohung des Arbeitsplatzes statt als Chance wahr.
Einiges davon kommt mit Sicherheit vom weitverbreiteten Unvermögen mit diesem Medium umzugehen. Ich hab inzwischen einige Schauergeschichten gehört, wie "gut" sich Apothekerinnen mit Computern auskennen.
Ich möchte mal ein paar Chancen zeigen, die das Internet für eine Apotheke bietet:
Das man zumindest ein Profil im Internet braucht, versteht heutzutage fast jeder kleine Laden, aber selten geht es über ein Profil hinaus. Selten kann man von einer "Präsenz" im Internet sprechen.
Viel Kommunikation läuft über das Internet und wenn man in einer E-Mail jemandem von seiner Apotheke erzählt, sollte man eine einfache URL (http://die-apotheke.de) angeben können, wo der Adressat weitere Informationen (Lage, Öffnungszeiten, Aktionen) finden kann.
Vor allem in der anonymen Großstadt kann ein menschlicher Touch der Wettbewerbsvorteil sein. Bestes Werkzeug dafür ist ein [[!wiki Blog]. Wie das erfolgreich zum Marketing eines Unternehmens beisteuert sag man am Beispiel Robert Scoble und Microsoft oder Gary Vaynerchuk und sein Weinhandel. Eine Googlesuche nach "Apotheken Blog" hat als ersten Eintrag die Apotheken Nachrichten, was soviel bedeutet wie, da besteht noch sehr viel Raum, um es besser zu machen.
Der ein oder andere Schwank aus dem Apothekenleben gemischt mit Informationen zu Gesundheitsreformen, Pflegetips und Produktwerbung bzw. -kritik ist eine bisher unbesetzte Nische im Internet. Der Nutzen? Besser informierte Kunden, stärkere Bindung des Kunden an die Apotheke, zusätzlicher Kanal für Kundenkontakte, Kundenfeedback durch Kommentare und mehr Popularität.
Die nächste Stufe über dem Bloggen ist das Bauen einer ganzen Community. Kunden könnten sich auf der Apothekenwebsite unterhalten und Gesundheitstips austauschen. Apothekenmitarbeiter können mit kompetenten Informationen unterstützen. Für die weniger guten Tage kann es auch ein guter Ort sein, um seinen Frust über die neuesten Gesundheitsreformen abzulassen.
Eine technisch aufwendigere Möglichkeit wäre das Vorbestellen von Medikamenten. Der Kunde könnte online seine Bestellung eingeben und sofort sehen, ob die Medikamente vorrätig sind bzw. wie lange es dauert, bis diese abgeholt werden können. Das spart dem Kunden möglicherweise einen vergeblichen Besuch und damit Zeit und Frust. Noch weiter ausgebaut werden kann das durch einen Bringdienst.
So, der Artikel ist langsam lang genug. Ich hoffe klargemacht zu haben, dass das Internet keine Bedrohung der Arbeitsplätze ist, sondern sogar neue Arbeitsplätze schaffen würde, würde man das Aufgezählte realisieren.
Ich selbst und viele andere haben immer wieder ein Problem mit der Motivation. Auf ZenHabits war ein guter Artikel The Ultimate Guide to Motivation - How to Achieve Any Goal, der es wert ist (frei) übersetzt zu werden:
Eine der größten Herausforderungen dabei, ein Ziel zu erreichen, ist die Motivation zu finden, dass man auch dabei bleibt. Ein Ziel kann Produktivität, Früh-Aufstehen, eine Gewohnheit ändern, Trainieren oder einfacher Glück sein.
Wenn man lange genug dran bleibt, wird man sein Ziel am Ende erreichen. Es braucht nur Geduld und Motivation.
Motivation ist der Schlüssel, aber es ist nicht einfach tagaus tagein diese Motivation aufzubringen.
Nun folgt eine Anleitung zur Motivation, wie ich (d.h. Leo) es in den letzten Jahren zu einer Reihe von Errungenschaften, Zielen und Gewohnheitsänderungen gebracht habe. Ich hatte einige Fehlschläge, aber auch einige Erfolge und von allen habe ich viel gelernt. Speziell Motivation ist ein wichtiges Thema für mich.
Was ich mit diesen Motivierungsmethoden erreicht habe? Zuviel, um es aufzuzählen. Allein in den letzten drei Jahren: Zwei Marathons gelaufen, Frühaufsteher geworden, 20 Kilo abgenommen, Triathlon geschafft, Vegetarier geworden, produktiver geworden, erfolgreiches Blog gestartet, Buch geschrieben, organisierter geworden, einfacherer Lebenstil, Alltagsjob gekündigt, Einkommen verdreifacht, Schulden abbezahlt und vieles mehr.
Das soll jetzt keine Angeberei sein. Es soll nur zeigen, was man alles erreichen kann, wenn man motiviert ist.
Bevor wir zu den speziellen Methoden kommen, wollen wir die Motivation an sich untersuchen. Was ist es und wie funktioniert sie?
Motivation ist das, was dich auf ein Ziel zutreibt. Das was dich durchhalten lässt, wenn es hart wird. Der Grund warum du früh aufstehst um zu trainieren oder lange aufbleibst um ein Projekt fertigzustellen. Es gibt viele Arten der Motivation - Positive und Negative. Ein Boss der mit der Kündigung droht ist Motivation - du wirst vermutlich härter arbeiten unter diesem Druck. Ich denke aber, das positive Motivation besser funktioniert - wenn es etwas ist, was du wirklich machen willst, dann wirst du es viel besser machen, als wenn du dich eigentlich vor etwas drücken willst (z.B. die Kündigung).
Motivation in ihrer besten Form ist also ein Weg etwas vollbringen zu wollen. Es mag Zeiten geben, wo du morgens gar nicht aufstehen und einfach nur weiterschlafen willst (da ist auch nichts falsch dran). Wenn du aber einen Grund hast früh aufzustehen, weil du unbedingt etwas tun willst, dann wirst du begeistert aus dem Bett springen.
Die beste Motivation ist ein Weg etwas wirklich zu wollen. Begeistert davon zu sein, Leidenschaftlich dafür zu sein. Nicht vergessen, dass auch andere Arten der Motivation gibt (z.B. negative), aber meiner Erfahrung nach, funktioniert diese hier am besten.
Es geht nur eine Zeit lang gut, sich für etwas zu motivieren, was man eigentlich nicht tun will. Aber wenn du einen Weg findest es doch wirklich zu wollen, dann hälst du viel länger durch.
Ich denke es ist wichtig, mit der richtigen Motivation anzufangen, denn ein guter Start baut Energie auf die lange hält. Wer richtig anfängt, hat bessere Chancen auf Erfolg. Hier ein paar Tips für den Start:
Die zweite Seite an der Motivation ist es weiterzumachen auch wenn man die Begeisterung nicht mehr spürt wie am Anfang. Vielleicht hat sich in deinem Leben etwas geändert und das Ziel hat nicht mehr oberste Priorität? Vielleicht hast du ein oder zwei Tage Pause gemacht und kommst nicht mehr rein? Vielleicht hast du dich verletzt und bist entmutigt?
Falls du dich wieder begeistern kannst und weitermachst, wirst du irgendwann ankommen. Falls du aber aufgibst, wirst du nicht ankommen. Deine Entscheidung - erreiche das Ziel oder hör auf. Wie man aufhört aufzuhören und ans Ziel kommt:
Jetzt ist ja die Zeit der Weihnachtsgottesdienste (obwohl Adventsgottesdienste richtiger wäre) und auch an der PH gibt es diesen Jahr einen. Ich durfte den Flyer dafür bauen und ich hab mal den ganzen Bastelprozess etwas mitprotokolliert.
Herausgekommen ist diese Animation:

Man sieht hier ein paar Stunden Arbeit zusammengepresst auf 44 Sekunden. Komplett mit Vergessen-zu-Speichern-und-nochmal-machen Fehler.